Dieses Akku-Schleppfahrzeug, unter den Mitgliedern des Thüringer Eisenbahnvereins liebevoll "Carlchen" genannt,
mit einem Achstand von gerade einmal 920 mm ist ein absolutes Unikat. Es handelt sich dabei um einen Eigenbau
der Papierfabrik Porstendorf bei Jena und war im werksinternen Verschub jahrzehntelang unverzichtbar. Diese
Kleinstlok ist zwar mit Stangenpuffern ausgestattet, verfügt aber nicht über die üblichen Schraubenkupplungen.
Die Kupplungsöse des zu befördernden Güterwagens mußte also in den Haken von "Carlchen" eingehängt werden.
Im Verlauf der Restaurierung mußten die aktiven Vereinsmitglieder den gesamten Aufbau völlig neu erstellen.
Es bedurfte viel handwerkliches Geschick, ehe "Carlchen" wieder mit eigener Kraft über die Schienen fahren konnte.
Trotz intensiver Suche fand sich kein einziger Hinweis auf das Baujahr. Während des BW-Festes am Wochenende des
17./28. Mai 2000 konnte das bestens aufgearbeitete Gefährt erstmals den Besuchern präsentiert werden. Dank
der an beiden Strinseiten angebrachten Geranienkästen erwachte selbst bei mancher Hausfrau schlagartig das
Interesse an der Eisenbahn.
Quelle: Peter hartung: Veteranen der Schiene in Weimar